„Um Frieden jedoch finden zu können, musst Du dir jedes einzelnen Schrittes bewusst sein.

Dein Schritt ist Deine wichtigste Aktivität. Er entscheidet alles.“

Thich Nhat Hanh

 

Walking-In-Your-Shoes (WIYS)

mit dem Herzen gehen. . .

Walking-In-Your-Shoes (kurz „Walk“ genannt) ist, wie das Familienstellen, eine phänomenologische Methode, die Selbsterfahrung im eigentlichen Sinn ermöglicht.

Als der Psychologe John Cogswell und Joseph Culp Mitte der 1980er-Jahre mit der Erforschung dieser Körper/Seele-Technik begannen, fanden sie bald heraus, dass auch noch so viele Diskussionen nicht angemessen erklären konnten, was da eigentlich passierte. (Mehr zur Geschichte)

  • Sie fördert Beobachtungsgabe, Empathie und Gewahrsein in allen Lebensbereichen.
  • Die Methode erlaubt uns, andere Personen, Konflikte, eigenes und anderes von Partner/innen, Kindern, Tieren etc. besser zu verstehen und zu achten.
  • Sie offenbart uns ungeahnte Ressourcen und Antworten sowie neue Lösungen für private wie berufliche Anliegen.
  • Der Weg zurück zu uns selbst, zurück nach Hause, führt über den gegenwärtigen Moment. Mental können wir die Zukunft vorwegnehmen oder uns an die Vergangenheit erinnern, der Körper jedoch existiert nur jetzt.
  • Weiter fördert Walking-In-Your-Shoes Fähigkeiten, auch bei schmerzhafteren Affekten die Wahrnehmung auf zwei Ebenen (Körper und innere Bilder) gleichzeitig zu richten, sie zu halten und im gegenwärtigen Moment im Körper präsent zu sein.
  • Schritt für Schritt führt uns der „Walk“ zum Zentrum des Problems, des Anliegens oder des Symptoms.
  • Durch die Bewegung - das Gehen - wird Energie frei und durch die Energie wird Information frei.

Diese Information hilft uns detailliertes Verständnis auf tieferen Ebenen zu finden und in unseren Alltag zu integrieren.

In dem wir einer Person erlauben für uns eine bestimmte Rolle oder ein Anliegen „zu gehen“, können wir als Zuschauer/innen am Geschehen partizipieren oder aber, wir entscheiden uns für uns selber zu gehen, „zu walken“. Wir bewegen uns also körperlich für ca. 20-30 Min ganz intuitiv und spontan. Dabei verzichten wir auf Imitation oder kognitive Mutmaßungen und stimmen uns ganz auf die Energien und Gefühle unseres Körpers ein.

Bei denjenigen, die das Familienstellen kennen, klingen spätestens jetzt gewisse Schilderungen ähnlich. Im Unterschied zum Familienstellen steht jedoch bei Walking-In-Your-Shoes die einzelne Person im Fokus und nicht das familiäre System (WIYS im Enneagramm).

Vor Jahren erprobten wir das Systemstellen/Familienstellen im Enneagramm. Meistens führten die Bemühungen jedoch zurück zum Familienstellen, da sich ungelöste Verstrickungen der Teilnehmer/innen dem Enneagramm-Stellen in die Quere stellten. Zu ähnlich war unser damaliges methodisches Vorgehen zum Familienstellen. Systemische Verstrickungen/Identifizierungen lassen sich nun mal ohne Familienstellen nicht so leicht entdecken und lösen.

Nicht so bei Walking-In-Your-Shoes. Hier wird buchstäblich eine neue Dimension beschritten. Es geht um persönliche Entwicklung und überraschende Erkenntnisse auf einer bewegten körperlichen Ebene.

Die beiden Methoden finden bei uns jedoch vorzüglich nebeneinander ihren dynamischen Platz. Beides erfahren und anwenden zu dürfen, wirkt im höchsten Masse beflügelnd.

Langjährige Erfahrungen in Walking-In-Your-Shoes zeigen, dass die Rolle, die gegangen wird, eine erstaunliche Übereinstimmung mit der Wirklichkeit zeigt, welche in der Tiefe gewirkt hat, die uns zum Verhängnis- jedoch durch Erkenntnis im Prozess, zur Ressource und zur Freude werden kann.

Gehend können wir hier unsere Ennea-Typstruktur erkunden und bislang brachliegende Selbstanteile spürbar integrieren.

Für einen Walk ist jedoch jede Rolle sinnvoll, von welcher wir annehmen, dass sie Antworten auf Fragen für unser Verständnis, unser Wachstum, Empathie für uns und andere und unser Vorankommen bietet.

Beispielsweise (Anwendungen): „Wir für uns selber“, „unser/e Partner/in“, “unser Kind“, „eine Person, mit welcher es Konflikte gibt“, „unser blinder Fleck“, „ein Suchtverhalten“, „Entwicklungs- und Schocktrauma“,„unsere berufliche Zukunft“, „unsere „Berufung“, „einen Archetyp“, „unseren Enneagramm-Typstruktur“ „unser Haustier“, usw.

 

WIYS im Enneagramm

mit dem Herzen gehen…

Walking-In-Your-Shoes (WIYS) – gehen, heisst verstehen…einerseits und das Enneagramm in mündlicher Tradition andererseits ergänzen sich auf elegante Art und Weise und lassen sich wunderbar kombinieren.

Walking-In-Your-Shoes (WIYS) im Enneagramm - mit dem Herzen gehen...

Die Idee, das eine mit dem anderen zu verbinden, weckte meinen Entdeckergeist und Kreativität setzte sich frei. Gehe deine Typstruktur und geh dich frei von Mustern, die Lebendigkeit behindern und Kontakt vermindern!

Gehend können wir unsere Ennea-Typstruktur erkunden und bislang brachliegende Selbstanteile integrieren, damit sie besser untereinander kooperieren.

Wir können die 9 Typstrukturen körperlich erkunden- oder noch tiefer kennen lernen – gerade auch diejenigen, die uns nicht unbedingt geheuer oder sympathisch sind.

Bauch- Herz- Kopf- Energiebereiche können ausgelotet, körperlich erspürt, erfühlt ja „er-gangen“ wenden.

Der Walking-Prozess, so Joseph Culp, Mitbegrüder von Walking-In-Your-Shoes, hilft Menschen dabei, Zugang zu ihrer Gabe für „spontane Empathie“ zu bekommen, weckt Mitgefühl und Selbstbestärkung.

Neben dem Strukturmodell, lässt sich das Prozessmodell meditativ in grösseren Gruppen „er-gehen“ „walken“.

Und zu guter Letzt zeigt sich das Primärenneagramm als hilfreich, das eigene Geburtsmuster nicht mehr nur zu „erfahren“ sondern zu „ergehen“.

Durch das Gehen wird uns einiges „geläufiger“ - Altes verzieht sich in den Hintergrund - Neues kann Einzug halten.

In dem wir einer Person erlauben, für uns eine bestimmte Rolle oder ein Anliegen „zu gehen“, können wir als Zuschauer/innen am Geschehen partizipieren oder aber, wir entscheiden uns, für uns selber zu gehen, „zu walken“.

Für einen Walk ist jede Rolle sinnvoll, von welcher wir annehmen, dass sie Antworten auf Fragen für

unser Verständnis, unser Wachstum, Empathie für uns und andere und unser Vorankommen bietet.

 

Praxisgruppe:     Teilnahme mit eigenem Anliegen Fr. 100.-

                           Teilnahme als Zuschauer/in und/oder Beobachter/in Fr. 20.-

                           Daten monatliche Praxisgruppen siehe Veranstaltungskalender